11 Fragen an den Fotografen.

 

 

Motiv: Warum fotografieren Sie?
Um Geschichten zu erzählen und Momente mit schönen oder interessanten Erinnerungen festzuhalten.


Auslöser: Die erste Kamera; wann und wie bekommen?
Meine erste Kamera war eine Kodak Retinette 1 A, die ich um 1970 beschenkt bekam.


Kamera: Ihre zur Zeit liebste Kamera?
Die liebste Kamera gibt es nicht: Es gibt zwei. Für Momentaufnahmen und Reportagen bei Reisen in Städten und weitläufigen Landschaften arbeite ich mit der Leica M 8, nicht nur, weil sie ein hervorragendes Weitwinkelobjektiv bietet. Arbeitskamera im Beruf oder für schnelle Bewegungen – wie zum Beispiel Sportszenen – ist die Nikon D 300.


Vorbild: Fotografen, die Sie bewundern? Und warum?
Die Fotografien von Andreas Gursky begeistern mich aufgrund ihrer unglaublichen Detailfeinheit und schieren Größe. Nicht weniger spannend sind die Fotos einer Bettina Rheims oder die schwarzweiß Aufnahmen von Anselm Adams. Neben den genannten gibt ein große Anzahl hervorragender Fotografen, deren absolute Professionalität mich beeindruckt.


Location: Städte und Länder, die Sie unbedingt noch sehen müssen? 

Es ist der asiatische Raum, der mich persönlich stark interessiert. Dazu zählen Städte wie Hongkong, Shanghai oder Peking, die mich auf Grund ihrer Tradition und unglaublichen Größe faszinieren. Genauso anregend finde ich aber auch New York oder als Kontinent Südamerika, weil ich recht gute Erinnerungen an Kuba habe - ein Inselstaat mit unverwechselbaren, erzählenswerten Motiven.

 

Aufhänger: Ihr Favorit aus der aktuellen Ausstellung? Und warum?
Unter anderem das Bild von der Reichstagskuppel mit der Deutschlandflagge. Es hatte in der Nacht geschneit, der Schnee taute und wahrscheinlich war es der einzige Schnee in Berlin im letzten Jahr im Februar. Das Reichstagsgebäude hatte ich mir bereits mehrfach angesehen, eine derartige Situation aber noch nicht vorgefunden.


Filmriss: Ein Erlebnis als Fotograf, an die Sie sich lieber nicht mehr erinnern möchten?
Das erste Mal auf Kuba 1987 mit einer hervorragenden 6 x 6 Kamera, bei der allerdings aufgrund der schlechten Röntgengeräte in Havanna alle Filme geschwärzt waren.


Inspiration: Was treibt Sie als Fotograf an?
Meine Neugierde.


Belichtung: Wann muss man für ein gutes Bild auf den Auslöser drücken?
Wenn die richtige Situation und das passende Licht gegeben sind.


Dunkelkammer: Composing und Bildbearbeitung – erlaubt oder verboten?
Ganz eindeutig: lieber mehr Fotos machen und weniger am Bildschirm bearbeiten.

 

Technik: Wie fotografieren – digital oder anlog?
Die Digitaltechnik ist soweit fortgeschritten, dass die analoge Fotografie heute eher in der Studiofotografie eingesetzt wird. Auch die Vergrößerung digitaler Fotos ist mittlerweile durchaus vergleichbar mit guten analogen Negativen.

 

 

Die Fragen an Günter Krüger stellte Mathias Rätsch.